Wohnungseigentumsrecht: Duldung baulicher Veränderungen

Nur ausnahmsweise, wenn der optische Gesamteindruck des Gebäudes durch die bauliche Maßnahme erheblich verändert wird, können sie dagegen vorgehen. Dies müsse nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs durch einen Vorher-Nachher-Vergleich festgestellt werden. Nur sofern danach tatsächlich eine erhebliche Veränderung vorliegt, könnten sich die anderen Wohnungseigentümer gegen diesen Nachteil wehren. Entscheidend sei also allein, ob eine erhebliche Abweichung vom ursprünglichen Zustand vorliegt; es geht nicht um eine Bewertung der Veränderung. Bezugspunkt ist dabei das Gebäude als Ganzes, nicht das veränderte Bauteil. Im konkreten Fall ging es um die veränderte Wiedererrichtung eines teilverglasten, hölzernen Dachvorbaus auf dem Dachgarten einer Penthouse-Wohnung.
Kommentar
Der BGH hat in diesem Urteil einen konkreten Maßstab für die Duldungspflicht der Wohnungseigentümer untereinander bei baulichen Veränderungen in Bereichen der alleinigen Nutzung eines Einzelnen entwickelt.

Autor: Nils Flaßhoff - flasshoff@bethge-legal.com

Fundstelle: BGH, Urteil vom 18.11.2016, V ZR 49/16 - www.bundesgerichtshof.de

Wohnungseigentumsrecht: Duldung baulicher Veränderungen

Verändert ein Wohnungseigentümer das Gebäude in Bereichen, die ihm allein zur Verfügung stehen (Sondereigentum), müssen die übrigen Eigentümer dies grundsätzlich dulden.

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Künftig Fortbildungspflicht für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter

Der Gesetzentwurf zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Verwalter von Wohnungseigentum hat am 22. Juni 2017 den Bundestag passiert. Der Bundestag folgte der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie, die von dem ursprünglichen Gesetzentwurf in einigen Punkten abwich. Das Gesetz tritt voraussichtlich im Mai 2018 in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, die Qualität der Dienstleistungen von Immobilienmaklern und -verwaltern zu verbessern.

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